„Das Grand Hotel – Die der Brandung trotzen“

von Caren Benedikt

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Bibliografische Angaben:
Erscheinungsdatum: 21. März 2022
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3764507749
Seitenanzahl: 416 Seiten

https://www.penguinrandomhouse.de/Paperback/Das-Grand-Hotel-Die-der-Brandung-trotzen/Caren-Benedikt/Blanvalet/e586978.rhd

Klappentext:
Bernadette von Plesow, Inhaberin des feudalen Grand Hotels in Binz auf Rügen, hatte einen Traum: Sie sah ihren Sohn Constantin vor sich, der vor ihren Augen stirbt. Sie weiß, es war nur ein Traum, aber sie macht sich große Sorgen. Constantin hat sich mit der Unterwelt angelegt und befindet sich zur Zeit im Gefängnis, wo er auf seinen Prozess wartet. Sogar die Todesstrafe könnte ihn erwarten. Natürlich muss Bernadette etwas tun, sonst wäre sie nicht die Frau, die sie ist. Während ihre Tochter Josephine das Grand führt, versucht Bernadette alles, um ihrem Sohn einen Freispruch zu garantieren. Dabei kommt sieder Unterwelt gefährlich nah und verärgert einen äußerst gefährlichen Mann …

Hinweise:
-Das Buch habe ich freundlicherweise vom Blanvalet-Verlag über das ‚Bloggerportal Randomhouse‘ als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, ganz herzlichen Dank!-Ich habe für diese Rezension vom Verlag oder von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.
– Bitte lest diese Rezension nicht, wenn ihr die ersten beiden Teile der Reihe noch nicht kennt, da ihr euch sonst spoilern könntet.
– Meine Rezensionen zu den ersten beiden Teilen der Reihe findet ihr hier:
Band 1: „Das Grand Hotel – Die nach den Sternen greifen“
Band 2: „Das Grand Hotel – Die mit dem Feuer spielen“

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Das Buch „Das Grand Hotel – Die der Brandung trotzen“ von Caren Benedikt ist der finale dritte Teil einer Reihe, die in Binz und Berlin in den 1920er Jahren angesiedelt ist und die fiktive Familiengeschichte der von Plesow erzählt.

Nach wie vor hat die resolute Bernadette von Plesow die Fäden fest in der Hand. Nach dem Tod ihres Mannes und zwei ihrer vier Kinder führt sie das Grand Hotel mit eisernem Willen und großer Leidenschaft.
Ihre Tochter Josephine tritt in ihre Fußstapfen und möchte sich ein Künstler-Hotel in Binz aufbauen. Doch bevor Josephines Träume Wirklichkeit werden können, muss sie vertretungsweise das Grand Hotel“ führen. Bernadette eilt nach Berlin, dort wartet ihr Sohn Constantin auf seinen Gerichtsprozess. Ihm droht wegen Mordes eine lange Gefängnisstrafe.
Constantin hat sich mit einem mächtigen Gegner aus der Unterwelt angelegt und Bernadette selbst gerät in einen Strudel aus Gewalt und Intrigen.

Im Frühjahr 2020 habe ich den ersten Teil dieser Buchreihe gelesen und mir war nach Beendigung des ersten Teiles klar, dass ich auch den zweiten Teil unbedingt lesen muss. Diesen durfte ich ein Jahr später lesen durfte. Seit Ende des zweiten Teils wartete ich ungeduldig auf den dritten Teil der Reihe, da ich unbedingt wissen wollte, wie sich alles zusammenfügt. Diese Mischung aus Geheimnissen, Intrigen, Insel-Feeling, Großstadt-Flair und jeder Menge Geschichte machen diese Reihe ganz besonders und ist damit eine ausgezeichnete Unterhaltung mit großen Sucht-Faktor.
Das Buch habe ich freundlicherweise vom Blanvalet-Verlag über das ‚Bloggerportal von Randomhouse‘ als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

Wie in den beiden vorherigen Bänden sind alle Figuren in diesem Buch authentisch und lebensecht gezeichnet, sie haben Ecken und Kanten, machen Fehler und leben ihr Leben in einer aufregenden Zeit.
Auch wenn ich sehr glücklich bin, dass ich sie alle ein Stückchen auf ihren spannenden Lebenswegen begleiten durfte, schwingt auch sehr große Wehmut mit, ihnen allen nun endgültig „Adieu“ sagen:
Bernadette von Plesow, der taffen, beherrschten und auch stolzen Frau, welche unter ihrer harten Schale doch einen weichen Kern besitzt und für die Menschen, die ihr etwas bedeuten, alles möglich macht und für diese kämpft.
Ihrer Tochter Josephine, die sich seit dem ersten Teil so wunderbar entwickelt hat und erwachsen geworden ist, nun etwas aus ihrem Leben macht und in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt.
Konstantin, dem anfangs undurchsichtige Charakter, der im Laufe der Handlung ebenfalls eine realistische Entwicklung durchläuft und nach und nach vertrauten Menschen seine liebevolle Seite zeigen kann.
Eine Figur, welche durch die Geschichte trägt, auch wenn er nicht im Zentrum der Geschehnisse steht ist Hauptmann Carl Winter – der Akkordeonspieler. Seine intensive und berührende Geschichte werde ich nie vergessen.
Auch die eher unsympathische Margit von Plesow, Bernadettes Schwiegertochter, trägt ihren Teil zu dieser spannenden Geschichte bei.
In dieser Buchreihe gibt es viele Nebenfiguren, welche mich mit ihrer Vielseitigkeit und ihren Lebensgeschichten überzeugen konnten.
Egal ob Haupt- oder Nebenfigur, sie alle sind mir ans Herz gewachsen und ich werde sie mit Sicherheit sehr vermissen. Danke an Caren Benedikt für diese unvergesslichen Charaktere und ihre Geschichten.

Die Handlung des Buches knüpft direkt an den zweiten Teil an und wird chronologisch erzählt. Auch wenn Vergangenes immer mal wieder erzählt wird, finde ich es wichtig, dass der Leser/ die Leserin die ersten beiden Teile bereits kennt, da sich die Geschichte und vor allem die Charaktere im Laufe der Reihe entwickeln.
Ganz schnell war ich wieder in der Geschichte angekommen und und konnte den Charakteren und den Ereignissen gut folgen.

Die flotte und bildhafte Sprache von Caren Benedikt ließen mich in vergangene Zeiten abtauchen und diese lebendig werden. Sie beschreibt detailliert, aber trotzdem mit hohen Tempo, auf keiner Seite kam Langeweile auf. Teilweise konnte und wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Den geschichtlichen Hintergrund des Romans bildet das Jahr 1925. Die Gesellschaft der Weimarer Republik ist politisch und sozial tief gespalten und auch die tiefen Wunden des Ersten Weltkrieges sind noch immer nicht verheilt. Die NSDAP und ihr Anführer Adolf Hitler werden immer stärker und die Weimarer Republik immer instabiler.
Auf der einen Seite der Gesellschaft regiert der Luxus, auf der anderen Seite herrschen Hunger, Armut und Gewalt.
Die Reihe um das „Grand Hotel“ führt den Leser/ die Leserin in diese verschiedene Bereiche der damaligen Gesellschaft und bietet mit ihren authentischen Charakteren einen guten Einblick in das Denken und Handeln der Menschen zu dieser Zeit.
Caren Benedikt hat diese geschichtlichen Hintergründe hervorragend recherchiert und gekonnt mit der fiktiven Familiengeschichte der von Plesow verknüpft.
Ausgezeichnet nachgespürt hat die Autorin auch dem Aufbau und der Organisation der damaligen Unterwelt und reißt den Leser/ die Leserin mit in diesen Strudel aus Intrigen und Gewalt, wo ein Menschenleben nicht viel wert war.

Die Ausstattung des Buches ist, wie bei den ersten beiden Teilen, wieder sehr hochwertig und besteht aus einer Klappbroschur. Die drei Cover und auch die Titel passen perfekt zusammen und sie sehen im Bücherregal wunderbar aus.

Fazit: Mit „Das Grand Hotel – Die der Brandung trotzen“ endet eine Buchreihe, welche mich drei Jahre lang begleitet und mit den unvergesslichen Charakteren und einer spannenden Handlung sehr begeistert hat und damit unvergessen bleibt. Danke liebe Caren Benedikt für diese erstklassigen Lesestunden.

*Ich habe für diese Rezension vom Verlag oder von der Autorin keinerlei finanzielle Gegenleistung bekommen, sie spiegelt mein persönliches Leseempfinden wieder. Aufgrund der Gegenleistung in Form eines kostenlosen Rezensionsexemplars durch den Verlag muss diese Rezension als Werbung gekennzeichnet sein.

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